Struttura: il vero segreto dei cibiStruktur: Das wahre Geheimnis des Essens

Ogni volta che si è trovata di fronte alla complessità delle cose, la Scienza non ha saputo trovare altra soluzione che dividere la realtà in parti sempre più piccole, convinta che quando avessimo (ri)scoperto il metaforico atomo di Democrito avremmo raggiunto la Verità. Questo spunto ci porterebbe troppo lontano, ma non posso fare a meno di constatare come anche gli alimenti siano stati oggetto di tale trattamento; al punto che ci pare del tutto ovvio e scontato che di un cibo sappiamo tutto quando ne conosciamo la composizione molecolare.

Jedes Mal, wenn sie sich mit der Komplexität der Dinge konfrontiert sah, wusste die Wissenschaft keine andere Lösung, als die Wirklichkeit in immer kleinere Teile zu zerlegen, überzeugt, dass wir, wenn wir erst das metaphorische Atom Demokrits (wieder-)gefunden hätten, bei der Wahrheit angekommen wären. Dieser Anstoß würde uns zu weit führen, doch kann ich nicht anders, als festzustellen, wie auch die Nahrungsmittel auf diese Weise behandelt worden sind; es geht so weit, dass es uns völlig offensichtlich und selbstverständlich erscheint, dass wir alles über ein Essen wissen, wenn wir seine molekulare Zusammensetzung kennen. Continue reading →

Impostare strategie nutrizionaliErnährungsstrategien entwerfen

Nel corso degli anni – dovrei dire dei secoli – abbiamo stratificato una sorta di cultura inconscia e condivisa sul mondo della salute in generale, e della nutrizione in particolare. È come se la somma di tutte le cose non dette, non sapute e male interpretate si sia strutturata essa stessa in conoscenza, acquisendo quasi una propria coerenza e dignità scientifica. A causa di questo, abbiamo costruito tutta una serie di idee e conoscenze più o meno alterate, distorte, su argomenti che riguardano da vicino come siamo fatti, come stiamo e cosa possiamo fare per stare meglio.

Zum Thema Gesundheit im Allgemeinen und zur Ernährung im Besonderen teilen wir heutzutage eine Kultur, die wir im Laufe der Jahre – ich sollte sagen, der Jahrhunderte – aufgebaut haben. Es ist, als ob die Summe aller Dinge, die nicht gesagt, nicht gewusst und falsch interpretiert worden sind, sich selbst zu einem Wissen geformt und beinahe eine eigene wissenschaftliche Kohärenz und Würde erhalten hätte. Aufgrund dessen haben wir eine ganze Reihe von mehr oder weniger abgeänderter, verzerrter Vorstellungen und Kenntnisse zu Themen entwickelt, die von Nahem betrachten, wie wir gemacht sind, wie es uns geht und was wir tun können, damit es uns besser geht. Continue reading →

Dalla teoria alla pratica… il passo non è breveVon der Theorie zur Praxis… ist es kein kleiner Schritt

Sono circa 35 anni che studio la Nutrizione. Pensando alla letteratura disponibile, non posso non notare quanto inutile sia il 99,9% delle cose che si scrivono sull’argomento. Intendiamoci, non che siano tutte scritte male o in maniera approssimativa, in giro c’è roba anche molto buona. Il problema sta nel fatto che, a furia di parlare di nutrizione e ripetere concetti degli anni ’60 ripresi da idee degli anni ’40 a loro volta fondate – è ovvio – sulle grandi ricerche degli ani ’20 e ’30, abbiamo finito per perdere l’emozione del significato di quelle idee. Sapete, come quando ripetiamo una parola ad alta voce, e così tante volte di seguito che finisce per non significare più nulla. Insomma leggiamo, leggiamo… ma non capiamo bene cosa dovremo fare. Ma questo, purtroppo, non è affatto il solo problema.

Es sind jetzt ungefähr 35 Jahre, dass ich Ernährungswissenschaft studiere. Wenn ich an die verfügbare Literatur denke, kann ich übersehen, wie unnütz 99,9% der Dinge sind, die zu diesem Thema geschrieben werden. Damit wir uns richtig verstehen: Es ist nicht so, als sei alles schlecht oder oberflächlich geschrieben, es sind auch sehr gute Sachen in Umlauf. Das Problem liegt in der Tatsache, dass wir durch dieses ganze Reden über Ernährung und durch das Wiederholen der Konzepte der Sechzigerjahre, die die Ideen der Vierzigerjahre aufnehmen, die wiederum – ganz offensichtlich – auf der großen Forschung der Zwanziger- und Dreißigerjahre beruhen, letztendlich das Gefühl für die Bedeutung dieser Ideen verloren haben. Ihr wisst schon, wie ein Wort, indem wir es immer wieder laut vor uns hinsagen, am Ende gar nichts mehr bedeutet. Also lesen wir und lesen wir… verstehen aber nicht genau, was wir tun sollen. Doch das ist, leider, mitnichten das einzige Problem. Continue reading →

La Nutrizione modernaModern NutritionDie moderne Ernährung

Credo che i temi legati alla nutrizione (e con questo intendo ciò che noi stessi mangiamo) siano tra i più dibattuti e controversi. Nei paesi dove il tasso di benessere è elevato, il nostro pensiero sul cibo sembra un campo di battaglia, dove il Piacere e il Dovere, il Bene e il Male combattono una guerra senza fine dalla quale, inutile dirlo, usciamo solitamente malconci. La maggior parte degli individui del mondo industrializzato sembra comportarsi col cibo come se il desiderio fosse una vergogna, e il piacere un vizio; e come se la scelta di cosa sia opportuno di volta in volta mangiare o evitare fosse sempre sorvegliata dall’alto da una sorta di dio arcigno, pronto a bacchettarci quando contravveniamo alle sue regole.

I believe that issues related to nutrition (and by that I mean what we ourselves eat) are among the most debated and controversial. 
In countries where the standard of living is high, our thoughts about food look like a battlefield where pleasure and duty, good and bad are fighting an endless war, from which we are usually left beaten.

Regarding food, most people in the industrialized world seem to act as if desire were shameful, and pleasure some kind of shortcoming. They behave as though the decision on what is occasionally appropriate and what should be avoided were monitored from above by a sort of god, ready to strike if its rules are broken.

Ich glaube, dass die Themen, die mit der Ernährung zu tun haben (und damit meine ich das, was wir selbst essen), unter den meist debattierten und umstrittensten sind. In den Ländern, in denen die Wohlstandsquote hoch ist, gleichen unsere Gedanken über das Essen einem Schlachtfeld, auf dem Gefallen und Müssen, das Gute und das Schlechte einen Krieg ohne Ende austragen, aus dem wir – unnötig, es zu sagen – normalerweise mit schlechtem Gewissen herauskommen. Der größte Teil der Individuen in der industrialisierten Welt scheint sich dem Essen gegenüber zu verhalten, als sei die Lust eine Schande und das Gefallen ein Laster; und als ob die Entscheidung, was von Mal zu Mal angebracht sei, zu essen oder zu meiden, aus der Höhe von einer Art mürrischem Gott überwacht würde, der immer bereit ist, uns auf die Finger zu schlagen, wenn wir seinen Regeln zuwiderhandeln. Continue reading →